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Nr.78 Me109 Pilot:Lt.Karl-Heinz Trettau, Absturz: 30.03.1945 bei Weiten-Gesäß 6./JG53

Flugzeugtyp: Bf109 G-14

Flugzeugkennung: unbekannt

Pilot: Lt.Karl-Heinz Trettau

Einheit: 6./JG53

Datum: 30.März 1945

Uhrzeit: Vormittags

Angriffsziel: Aufklärung und Wettererkundung

Absturzursache:  Flaktreffer in Motor

Absturzort: Auf der Kimbacher Höhe bei Weiten-Gesäß

Status: US- Kriegsgefangenschaft

Heimatflughafen: Renningen- Malmsheim

Karl- Heinz Trettau wurde auch am 2 Juli 1944 während der Normandie Invasion von einer britischen Spitfire der 403 Squadron bei Caen abgeschossen, er blieb unverletzt und konnte sich kurze Zeit später bei seiner Einheit zurück melden.

Folgende Abschüsse konnte er verzeichnen:

B-26 am 24.12.1944

P-47 am 14.01.1945

P-51 am 22.02.1945

 

Absturzhergang, Schilderung durch Karl-Heinz Trettau. Quelle „Prien JG53 Buch 3“

10 März 1945: Am Morgen wurde eine Rotte der 6 Staffel zur Gewaltaufklärung und Wettererkundung in den Raum um Aschaffenburg versandt; Rottenführer war Karl- Heinz Trettau der mittlerweile doch noch zum Leutnant befördert worden war – er erinnert sich:

„ Zusammen mit Uffz. Grenzel war ich am Morgen in Malmsheim gestartet, um Aufklärung und Wettererkundung für die Gruppe zu fliegen; seit die Alliierten immer tiefer in das Reichsgebiet eindrangen, hatten wir keinen Überblick mehr über die Lage, so dass man uns nunmehr losschickte, um festzustellen, wie weit die alliierten Truppen mittlerweile vorgedrungen waren. Auch sollten wir die Wetterverhältnisse im Raum Aschaffenburg erkunden., denn dort hin sollte später ein Gruppeneinsatz geflogen werden, wenn es das Wetter zu lies.

Bei einer tiefhängenden Wolkendecke machten wir uns auf den Weg; langsam stieg die Wolkenuntergrenze und wir flogen am Ende in etwa 1000 Meter in den Raum Aschaffenburg. Dort entdeckten wir amerikanische Truppen und Fahrzeugansammlungen, auf die wir dann mehrere Tiefangriffe fuhren. Dabei erwischte mich die Flak, ich konnte gerade noch hochziehen und aussteigen. Während ich am Schirm niederschwebte umkreiste mich Grenzel, er flog dann aber aus mir unerklärlichen Gründen in nördlicher Richtung ab. Soweit ich weiß wurde er danach nie wieder gesehen“

Weitere Nachforschungen haben ergeben dass Karl- Heinz Trettau nach seinem Absturz in amerikanische Kriegsgefangenschaft kam. Uffz. Genzel stürzte kurz nach Trettaus Absturz in die Ortschaft Hetzbach wo er den Tod fand, vermutlich wurde er auch von einer amerikanischen Flack getroffen.

Die Flugzeugführer der 6 Staffel im Dezember 1944 in Malmsheim: von links: Fw.Willi Becker, Fw.Sommermann, Fw.Ernst ‚Nachotzky, Olt. Alfred Hammer, Ofw.Alexander Preinfalk, Ofhr.Karl-Heinz Trettau, Uffz.Erich Ernst und Gefr.Rudolf Hartter.

Quelle Prien „JG53 Buch 3“

 

 

 

 

 

Die Absturzstelle auf der „Kimbacher Höhe“ bei Weiten- Gesäß, Gewann: Sauschlag.
Quelle: Martin Deschner und Google

                                         

 

 

 

 

 

 


Die Absturzstelle im Wald Gewann: Sauschlag auf der „Kimbacher Höhe“
Quelle: Martin Deschner

 

 

 

 

 

 

 

Der Heimatflughafen Renningen- Malmsheim, Foto aus den 60èr Jahren 

Quelle: Flughafen Malmsheim

Die Absturzstelle ist 103km von seinem Heimatflughafen Renningen- Malmsheim entfernt.

Foto von Karl-Hein Trettau aus den 80èr Jahren.

Karl- Heinz Trettau war in den 60èr Jahren ein erfolgreicher Rennfahrer

am Berg und auf der Rundstrecke.

Quelle: Foto privat

 

 

 

 


Eine Me109 bei der Startvorbereitung

Foto:K-H.Münch

Klaus Deschner

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