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Nr.08 Me110, Serienabsturz: 25 Dezember 1943 bei Gadernheim/ Fürth, ZG76

 

Maschine Nr.1                        

Flugzeugtyp: Bf110G2

Flugzeugkennung: 420030

Pilot: Ff Oblt. Rudolf Richter

Bordfunker: Bf Fw. Heinz Grossmann

 

Maschine Nr.2

Flugzeugtyp: Bf110G2

Flugzeugkennung: 120190

Pilot: Ff Fw. Siegfried Jenssen

Bordfunker: Bf Uffz. Wilhelm Nickel

 

Maschine Nr.3

Flugzeugtyp: Bf110G2

Flugzeugkennung: 120191

Pilot: Ff Uffz. Anton Braun

Bordfunker: Bf Gef.Gottfried Arendt

Einheit: ZG76

Datum: 25.Dezember.1943, Uhrzeit: 13:00

Angriffsziel: Einfliegen von drei neuen Me110G2 Flugzeugen

Absturzursache: Nebel

Absturzort: Gadernheim im Lautertal (bei Fürth im Odenwald)                              

Status: alle KIA

Heimatflughafen: Frankfurt Eschborn 

Letzte Ruhestätte: Das Grab von Heinz Grossmann befindet sich in Dresden Coschütz                            

 

Absturzhergang:

 

Flugplatz Frankfurt-Eschborn den 25.12.1943, erster Weihnachtsfeiertag, ca.13 Uhr, mehrere neue vom Werk ausgelieferte Messerschmitt Bf110 mit je zwei Mann Besatzung starteten um die Flugzeuge einzufliegen.

Frau Grossmann erzählte, sie sei am 25.12.1943 am Flugplatz gewesen um ihren Mann in den Urlaub abzuholen.

Heinz Grossmann sagte damals zu seiner Frau, dass sie noch einmal starten werden um die Maschinen einzufliegen und der Flug ca. 1 Stunde dauern würde, Sie solle solange warten bis er zurück ist.

Nach einer Stunde kamen die ersten Maschinen zurück aber drei Maschinen fehlten, darunter die Maschine mit Heinz Grossmann.

Man erzählte Frau Grossmann auf dem Flugplatz dass die drei Maschinen sich eventuell verflogen haben könnten, beziehungsweise irgendwo gelandet sind.

Frau Grossmann wurde gebeten sich zu Bekannte nach Frankfurt zu begeben, man würde sie auf dem laufenden halten.

Einige Stunden später begab sie sich erneut auf den Flugplatz und niemand wollte so recht mit einer Aussage rauskommen.

Schließlich kam der Kommandant des Flugplatzes zu ihr und erzählte, dass die Maschine ihres Mannes abgestürzt sei.

Während des Fluges lösten sich drei Maschinen aus dem Verband heraus.

Nach kurzer Flugzeit, befanden sich die drei Maschinen über Gadernheim. (Gardernheim liegt im Lautertal vor der Neunkirchener Höhe)

Hier wurden die Maschinen noch von Zeitzeugen gesehen, einer dieser Zeitzeugen war Herr Heinrich Rettig aus Gadernheim.

Er erinnert sich noch, wie die Maschinen sehr tief über die Ortschaft flogen und es ihm sofort klar war, dass die Maschinen mit dieser Höhe nicht über die Neunkirchener Höhe kämen.

An diesem ersten Weihnachtsfeiertag lag dichter Nebel über der Neunkirchener Höhe.

Er sah noch wie die Maschinen im dichten Nebel verschwanden. Sekunden später hörte er drei hintereinander folgende, laute Einschläge der Maschinen in der Anhöhe.

Die Maschinen haben kurz vor dem Absturz eine große Schneiße in den Hochgewachsenen Buchenwald geschlagen und sind dann auf dem felsigen Boden eingeschlagen.

Alle drei Maschinen wurden komplett zerstört, von den Besatzungsmitgliedern wurden nur noch Leichenteile gefunden, die zum Teil 200 Meter weit von den Absturzstellen verstreut lagen.

Kurz nach dem Absturz wurden die Absturzstellen von deutschen Soldaten abgesperrt und bewacht. Eine Kommission von Offizieren dokumentierten den Hergang.

Drei Tage später wurden die Wrackteile abtransportiert.

Noch heute sind die Absturzstellen im Wald gut zu erkennen.

Wären die Maschinen 20 Meter höher geflogen hätten sie die Neunkirchener Höhe überflogen.

 Die Absturzstelle der drei Maschinen Photo:privat

Die Aufschlagpositionen der drei Maschinen

Photo: Google

Photo:privat

 

 
 Heinz Grossmann Photo:Uwe Benkel

 

 
 Das Grab von Heinz Grossmann in Dresden Coschütz Photo:privat

Fundstücke von der Absturzstelle

Photo:privat

Ein Auspuff eines der DB605 Triebwerke Foto:privat

Kühlerschalter aus dem Cockpit Photo:Gunter Baumann

Lage des Schalter im Cockpit Photo:privat

Position Zeiger Photo:Gunter Baumann

 

Klaus Deschner

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