
Flugzeugtyp: Bf109 G-6/U4
Flugzeugkennung: 441892, Gelbe 5
Pilot: Ofhr. Purucker , Charli
Einheit: 3. Staffel, I./JG300
Datum: 15.08.1944
Angriffsziel: Abfangmission
Absturzursache: Abgeschossen im Luftkampf von Begleitjäger der 303rd BG
von P-51 Mustangs der USAAF 364th FG.
Absturzort: Dossenheim bei Heidelberg
Status: KIA
Heimatflughafen: Bad Wörishofen,Unterallgäu/Bayern
Absturzhergang:
Auszug aus der Chronik Jagdgeschwader 300 „ Wilde Sau“
A Chronicle of A Fighter Geschwader in the Battle for Germany Volume one June 1943 – September 1944 Jean- Yves Lorant & Richard Goyat Dezember 2005, Seite 287
In Bad Wörishofen hoben um 10:05 Uhr 3 Focke Wulf vom Stab JG 300 und 19
Messerschmitt der I./ JG 300 ab. In der Nähe von Augsburg formierten sie sich mit den
30 Sturzkampfflugzeugen der II.Sturm / JG300 und IV ( Sturm) JG 3 bevor sie in Richtung
Frankfurt aufbrachen.
Die Messerschmitts der 1./JG 300 hatten südöstlich von Frankfurt in 7.600 Metern Höhe den amerikanischen Begleitjägern den Kampf angesagt. Gegen 11:30 Uhr entwickelte sich über Mannheim ein Luftkampf mit etwa dreißig P-51 der 364th FG. Die Amerikaner gewannen schnell die Oberhand und zwangen die Deutschen, entweder in der Höhe oder in Baumwipfelhöhe Schutz zu suchen.
Der leichte zahlenmäßige Vorteil der Amerikaner sollte für mehrere Piloten fatal werden. P-51 jagten die Bf 109G-6 „Gelbe 2“ von Fw. Hans-Horst Schmidt-Hennig bis auf Bodenhöhe. Der deutsche Pilot, der höchstwahrscheinlich am Steuer getötet wurde, stürzte mit seinem Flugzeug bei Seckenheim in der Nähe von Mannheim ab.
Ofhr. Charli Purucker, Bf 109G-6/U4 „Gelbe 5“ und Uffz. Hans Hahn, ebenfalls von der 3. Staffel, kamen in der Nähe von Heidelberg und Ludwigshafen ums Leben.
Fw. Reinhold Fackenthal konnte seinen Fallschirm nicht öffnen, als seine „Schwarze 3“ in der Nähe von Lohr am Main abstürzte.
Literatur und Quellen:
Chronik Jagdgeschwader 300 „ Wilde Sau“
Recherche: Siegfried Reißing und Klaus Deschner, 2026