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P-47 Bergung in Ottersweier am 08.08.2015

P-47 Bergung Ottersweier

Am 08.08.2015,  hat Uwe Benkel mich zur Bergung der P-47 von Cpt. Antoine Allard eingeladen, Treffpunkt war 08:00 am Parkplatz zur

Traube in Ottersweier Ortsteil Haft.

Eine große Anzahl von Helfern sowie die Reservisten Kameradschaft von Frankental waren anwesend, danch ging es bei Haft

hoch auf die Obstplantagen wo neben dem Feldweg das Kreuz von Antoine Allard stand.

Vor Ort fanden sich auch eine Abordnung der französichen Luftwaffe sowie Polizei, Feuerwehr und Rot Kreuz und Presse ein

sowie viele Personen die bei der Bergung dabei sein wollten.

Gegen 9Uhr begann der Bagger den harten Boden Schicht für Schicht abzutragen, bei den ersten Zentimetern konnte man

die ersten zu blauem Pulver aufgelösten Aluminium Teilen sehen, bei einer Tiefe von ca. 1,2 Meter tauchte das erste große Stück auf,

dabei handelte es ich um das rechte Fahrwerk der P-47.

Je tiefer der Bagger ich vor arbeitet um so größere Teile kamen zum Vorschein, bei den größzen Teilen handelte es sich vermutlich

um Teile vom Rumpf und der Frischluftansaugrohre die für die Motorkühlung benötigt wurden.

Bei einer Tiefe von ca. 5 Metern stieß der Bagger auf viele kleine Teile die sich in einem Gemisch aus Wasser und Erde befanden,

hier handelte es sich um die Cockpit Section, wo sich der Pilot befinden sollte, als der Baggerfahrer deie Cockpit Section

zur Überprüfung aushob konnte man schon sehr schnell feststellen das hier nicht mehr viel zu finden ist denn die Section bestand

nur noch aus sehr vielen kleinen Bruchtücken.

Wir haben Stück für Stück die Section im Erdreich durchucht aber ohne Erfolg, was wir gefunden haben ein Sück Uniformstoff

und das war es, vermutlich ist der Pilot bei dem Aufschlag mit hoher Geschwindigkeit kpl. zerstört/verbrannt worden.

Danach ging es  immer tiefer in den lehmhaltigen Boden, als nächstens wurde die Turbo Section geborgen die hinter dem Motor

angebracht war, nach er Reinigung konnte man festtellen dass diese noch recht gut erhalten war.

Die letzte Baggerschauefel holte dann den Rest des Bratt&Whitney Motor zu Tage der wiederum sich in einem schlechten Zustand

befand.

Aufgrund der Fundstück und der Lage kann man im Nachhinein feststellen das die P-47 komplett senkrecht im Boden steckte,

das darauf schließen lässt das die P-47 mit hoher Geschwindigkeit senkrecht in den Boden einschlug und bis in einer tiefe

von 7 Meter steckte.

Ein Höhepunkt der Grabung war als ein P-51 Mustang die am Bodensee gestartet war gegen 12:30 in geringer Höhe

zur Ehrbekundung für Pilot Capt. Antoine Allard drei mal im Tiefflug über die Grabungsstelle flog und bei seinem

letzten Überflug wippte der P-51 Pilot die Tragflächen als letzten Gruß für Antoine Allard.

Das hat manch einem und mir Gänsehaut bescherd!!!

Fotostrecke

     

 Der Grabstein von Capt.Antoine Allard auf der Absturzstelle

 Das rechte Fahrwerk der P-47  
     
 Die größten Teile kommen zu Tage  Zwei der drei Propeller  
     
 Uwe Benkel mit dem Turbo  Geborgene Teile der P-47  
     
 Die Cockpit Section  Der Motor  
   
 Eine Abordnung der französischen Luftwaffe  Die Reservisten Kameradschaft Frankental
   
 Zu Ehren von Capt.Antoine Allard  Die P-51 bei ihrem Überflug zu ehren Capt. Antoine Allard

Klaus Deschner

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